In vielen Teams und Organisationen werden Konflikte immer noch wie Störungen behandelt – etwas, das man „so schnell wie möglich aus dem Weg räumen“ sollte.
Leider ist das mit dem „so schnell wie möglich“ häufig ein Problem. Zumindest dann, wenn wir nicht berücksichtigen, was hinter einem Konflikt steht.
Aus meiner Erfahrung entstehen Konflikte nicht, weil Menschen „versagen“ oder weil eine Person „falsch“ ist.
Vielmehr prallen gute Absichten auf echte Praxisprobleme:
⚡Der Wunsch nach Sicherheit kollidiert mit dem Anliegen nach Flexibilität.
⚡Effizienz steht dem Wunsch nach Mitgestaltung entgegen.
⚡Es gibt Situationen, in denen ein zügiges Vorankommen und Qualität sich gegenseitig im Weg stehen.
Was ich oft erlebe, ist das diese Informationen im Konfliktfall gar nicht gehört werden. Und das ist fatal, denn die Frage ist nicht, wer Recht hat, sondern welche Bedürfnisse hinter den handelnden Personen stecken – und ob jemand die Chance bekommt, das auch auszusprechen.
Wenn wir Konflikte zulassen – wirklich zulassen – dann können genau diese Informationen ausgetauscht werden, es entsteht Klarheit, Orientierung und es öffnen sich Wege den Konflikt gemeinsam zu lösen.
Die Gewaltfreie Kommunikation nach Marshall B. Rosenberg zielt genau darauf ab: zu hören, was tatsächlich gesagt werden will – ohne Vorwürfe, ohne Schuldzuweisungen und die Beziehung durch gegenseitiges Verstehen und Verständnis zu stärken.
💭𝗘𝗶𝗻𝗹𝗮𝗱𝘂𝗻𝗴 𝘇𝘂𝗺 𝗡𝗮𝗰𝗵𝗱𝗲𝗻𝗸𝗲𝗻:
Werden Konflikte bei Ihnen im Job eher kleingeredet, zur Seite geschoben oder wirklich angepackt und genutzt?
Wie erleben Sie den Umgang mit Konflikten in Ihrem Unternehmen?
Wie gehen Sie selbst damit um, wenn`s schwierig wird?
❓Und was würde passieren, wenn Konflikte als Einladung zum Verstehen statt als Störfall verstanden würden? Was würden Sie sich wünschen?
